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  • Bad Kösen

Bescheidene Anfänge

Gegründet wurde Kösen im 12. Jahrhundert als Vorwerk des bestehenden Klosters Pforta. Die günstige Lage an der Saale und später der alten Handelsstraße „Via Regia“ ließen die Ortschaft schnell wachsen. Kösen entwickelt sich in den nächsten Jahrhunderten zu einem bedeutenden Umschlagplatz für Lang- und Scheitholz. Die Flößerei wird zum tragenden Wirtschaftszweig für den kleinen Ort und Kösen erlangt als Austragungsort halbjährlicher Holzmessen einiges an Bekanntheit.

 

Die Entdeckung der Sole

Große Bedeutung für Kösen hatten die Entdeckung und Erschließung der unterirdischen Solequellen gegen Ende des 17. Jahrhunderts. Bis zum Ende des 18. Jahrhunderts wurde aus diesen Siedesalz gewonnen, wozu große technische Anlagen wie der Borlachtschacht oder das Gradierwerk errichtet wurden, die auch heute noch funktionieren und das Stadtbild prägen.

 

Ende des Salzabbaus und Wandel zum Kurort

Durch die zunehmende Gewinnung von Steinsalz wurde diese traditionelle Form der Salzgewinnung allerdings bald unrentabel. Stattdessen konzentrierte man sich auf andere Anwendungen der Sole, namentlich ihre heilende Funktion, und machte sich diese in aufstrebenden Kurbetrieben zunutze. Seit 1859 bezeichnete sich Kösen offiziell als „Solbad“ und wurde fortan deutschlandweit als Ort der Kur- und Badekultur bekannt. Seit 1935 darf Kösen das staatliche Prädikat „Bad“ im Stadtnamen führen.